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2018

21. Dezember - Wintersonnenwende

Es ist soweit! Heute Nacht ist Wintersonnenwende und die Rauhnächte brechen an. Es ist DIE Zeit um euch euren Wünschen und Ziele fürs kommende Jahr zu widmen. Viele Mythen und Riten um diese sagenumwobene Zeit existieren. Hier eine kleine Zusammenfassung meinerseits und ein Ritual, das für mich am stimmigsten scheint.

 

Inneres Befinden und äussere Haltung sind in vielerlei Hinsicht unmittelbar miteinander verbunden.

Gefühlslagen und Körperhaltung beeinflussen sich gegenseitig. So drücken sich Emotionen im Körper aus (Körpersprache), vice versa ruft die bewusst oder unbewusst eingenommene Körperhaltung, Mimik oder Gestik bestimmte Emotionen hervor. Beispielsweise macht uns das Runzeln der Stirn ärgerlich, das Hochziehen der Mundwinkel in Richtung Schläfen erheitert uns. Eine lungernde Körperhaltung mit Einsinken des Oberkörpers und des Beckens senkt den Testosteronspiegel. Umgekehrt führt das Aufrichten mit dominanter Geste zur Erhöhung dessen und macht uns stark.

Es war einmal eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlang lief. Sie war offenbar schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei einer zusammengekauerten Gestalt, die am Wegrand sass, blieb sie stehen und sah hinunter. Das Wesen, das da im Staub des Weges sass, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Decke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau beugte sich zu der Gestalt hinunter und fragte: "Wer bist du?" Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum hörbar war.